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Snowpatrol
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 Tage nach der Flucht
Tage nach der Flucht
Tage waren vergangen, seit sie Ihren Retter begegnet war. Noch lebhaft spielten ihre Gedanken um den Abend in der Hütte. Als sie bei ihm lag. Wie von magischer Hand, angezogen vom betörenden Aroma des anmutigen Herrn. Obwohl sie ihn nicht kannte, begab sie sich in seine Hände. Noch lange würde sie von diesem, vielleicht einmaligen, wundervollen Ereignis zehren.
Man nahm sie gefangen. Brachte sie in die Katakomben, tief unterhalb der Burg. Dort wo der Geruch von fauligem Stroh, altem Rauch, Angst und Schrecken in der Luft hing. Ihre Kleidung war beschmutzt vom Dreck auf dem Boden ihrer kalten, feuchten Zelle. Zerschlissen durch die Hände des Kerkermeisters. Man hatte sie brutal geschlagen, gequält. Sie der Hexerei bezichtigt. ……. In Ketten geschlagen führte man sie vor die Tore der Festung. Unterhalb der Stadt auf den Platz, auf dem sie hingerichtet werden sollte. Garben von Stroh und Reißig waren bereits aufgestellt, in deren Mitte sich der schwere Holzpfahl befand, an den man sie später festbinden würde um sie dem Feuertod zu überlassen. Die Flammen brannten lichterloh. Zupften bereits am Saum Ihres Kleides, züngelten sich an ihrem Körper entlang. Bei lebendigem Leibe, lies man sie brennen. Ihr Blick war geradeaus in die gaffende, schaulustige Menschenmenge gerichtet. Tapfer und traurig zugleich. Kein Schrei entrang ihrer Kehle. Da entdeckte sie ihn. Ihren unbekannten Ritter.Abseits des Klerus, neben dem Waffenschmied und dessen Sohn. Sie nahm ihn ins Visier. Sein Anblick, sollte das letzte sein, das sie mit in den Tod nehmen würde. Das Feuer brannte die Nacht hindurch. Erhellte die gesamte Umgebung unterhalb der Burg. Die Weinfelder und Äcker der Bauern. Die hochaufwachsenden Sonnenblumen. Sie sahen aus als lächelten sie sanft. Das Feuer schien nicht verlöschen zu wollen. Lange noch verbreitete die letzte Glut Hitze, bis nur noch kalte Asche auf dem Platz zurückblieb. Ihr Ritter hatte bis zum nächsten Morgen in der Nähe der Feuerstelle ausgeharrt. Totenwache gehalten. Nun trat er zu dem grauen Fleck verbrannter Materie, griff hinab um etwas aufzunehmen. Ein kleiner grünblau schimmernder Stein. Leicht durchfurcht, keine glatte Oberfläche. Ein Türkis, ihr Stein. Den sie immer, verborgen im Saum ihres Kleides, bei sich trug, weil es ihr Glücksstein war. Diesmal aber hatte er ihr nichts genutzt. Wehmütig betrachtete er den kleinen Brocken. Fragte sich wieso er nichts hatte tun können, um ihre Henker davon abzuhalten, sie auf dem Scheiterhaufen zu richten. Wäre sie zu einer Haft im Verlies verurteilt worden, hätte er einen Weg finden können, sie zu befreien. Doch so, konnte er nur zusehen und sie ihrem Schicksal überlassen. Mit seinem rechten Handrücken wischte er sich die Tränen aus dem Gesicht. Drehte sich um und ging den Feldweg hinauf, zur Stadt.
_________________ Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an anderen entdeckt haben. (Karl Gutzkow)Menschen haben eine gabe, sich zu ver* wenns um die Wahrheit geht!
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